Harms http://www.harms-info.de Pferdeprofis gut beraten Wed, 21 Feb 2018 16:37:22 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.3 Effektive Mikroorganismen im Pferdefutter http://www.harms-info.de/effektive-mikroorganismen-im-pferdefutter Wed, 21 Feb 2018 09:57:05 +0000 http://www.harms-info.de/?p=5984 Mit Effektiven Mikroorganismen im Pferdefutter lässt sich die Futterqualität deutlich steigern. Das ist deswegen interessant, weil Pferde auf qualitativ einwandfreies Futter angewiesen sind, da sie wenig effektive Schutzmechanismen vor verschmutztem Futter haben. Vor allem mit Schimmelpilz befallenes Futter kann bei Pferden Krankheiten auslösen. Die Effektiven Mikroorganismen helfen die Futterhygiene sowie die Futterverträglichkeit zu verbessern.  Selbst ...

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Mit Effektiven Mikroorganismen im Pferdefutter lässt sich die Futterqualität deutlich steigern. Das ist deswegen interessant, weil Pferde auf qualitativ einwandfreies Futter angewiesen sind, da sie wenig effektive Schutzmechanismen vor verschmutztem Futter haben. Vor allem mit Schimmelpilz befallenes Futter kann bei Pferden Krankheiten auslösen. Die Effektiven Mikroorganismen helfen die Futterhygiene sowie die Futterverträglichkeit zu verbessern.  Selbst wenn das Futter nicht von den eigenen Flächen kommt, lassen sich die EM® relativ leicht in den Kreislauf einbringen.

In Teil I der Artikelserie Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung haben wir uns damit beschäftigt, was Effektive Mikroorganismen sind und wie wir mit Ihnen das Milieu in der Box und auf Ausläufen beeinflussen können. In Teil II Effektive Mikroorganismen im Pferdemist ging es um den gezielten Einsatz zur Aufwertung des Pferdemistes und seiner Verwendung als Wirtschaftsdünger. Die Behandlung der Pferdeweide zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt hatte Teil III Effektive Mikroorganismen auf der Pferdeweide zum Thema. In diesem Artikel widmen wir uns der Wirkung der EM® bei der Futterwerbung zur Qualitätsverbesserung und ihrem positiven Effekt auf die Pferdegesundheit.

Risiken von Qualitätsmängel im Pferdefutter

Jeder Pferdebetriebsleiter möchte Raufutter in höchster Futterqualität in seinem Betrieb anbieten. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff Futterqualität? Die Qualität eines Futters definiert sich durch ihren Grad an Verunreinigungen und den Gehalt an krankmachenden Keimen. Neben Fehler in der Lagerung (z.B. auf dem Boden) sind die Ursachen dieser Qualitätsmängel häufig bereits bei der Ernte zu finden. Je später der Schnittzeitpunkt (geknickte, am Boden liegende Halme) und je tiefer die Schnitthöhe (mehr Erde und Schmutz), desto höher die Belastung. Mängel in der hygienischen Beschaffenheit zeigen sich neben unerwünschten Hefepilzen vor allem im Befall mit Schimmelpilzen. Dabei sind die Sporen der Schimmelpilze überall und nahezu unsichtbar und können bereits Allergien auslösen. Durch optimale Bedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, pH-Wert) wird der Stoffwechsel der Sporen aktiviert. Aus den Sporen entwickeln sich lange, dünne Pilzfäden, die wir dann als Schimmel erkennen.

Der Schimmelpilz ernährt sich von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Dabei bildet er sekundäre Stoffwechselprodukte, sogenannte Mykotoxine. Die scheidet der Pilz aus, um sich selbst vor Fressfeinden, wie zum Beispiel Bakterien, zu schützen. Mykotoxine gehören zu den giftigsten Stoffen, die die Natur produziert. Mit Mykotoxinen kontaminiertes Futter führt bei Pferden zu schweren Leber- und Nierenerkrankungen, kann Koliken auslösen und die Fruchtbarkeit schädigen. Deshalb ist es so wichtig, der Futterqualität eine hohe Bedeutung beizumessen. Leider ist es nahezu unmöglich, Pferde vollständig mit hochwertigem, von Mykotoxinen unbelastetem Futter zu ernähren. Entscheidend ist aber die Gesamtmenge an Mykotoxinen über das Grundfutter. Effektive Mikroorganismen im Pferdefutter können zur Begrenzung der Entstehung von Schimmel und damit der Schimmelpilzgifte erheblich beitragen.

Effektive Mikroorganismen im Pferdefutter

Den optimalen Schnittzeitpunkt bei der Raufutterernte einhalten zu können ist nicht immer einfach. Zum einen sind viele Pferdebetriebe von Lohnunternehmen und deren Kapazitäten abhängig. Zum anderen ist es das Wetter, auf das flexibel reagiert werden muss. Vorausschauend muss der Landwirt entscheiden, ob ausreichende Trockenzeiten auf dem Feld gewährleistet sind. Heu benötigt mindestens drei – vier Tage zum Trocknen und eine intensivere Bearbeitung (häufigeres Kreiseln), was auch immer mit einer erhöhten mechanischen Beanspruchung des Grüngutes einhergeht. Mit zunehmendem Trockenmassegehalt erhöht sich zudem bei Heu die Gefahr von Bröckelverlusten. Das Pressen von Heulage ist bereits nach kurzer Zeit möglich und bietet deshalb besonders bei instabilen Wetterlagen Vorteile. Weiterhin sind die Bröckelverluste und auch das Risiko der Verschmutzung durch weniger Arbeitsgänge geringer.

In beiden Fällen ist der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen empfehlenswert, um das Aufkommen von Schimmelpilzbefall möglichst gering zu halten. Das Aufbringen von EM® ist bei der Raufutterernte an zwei Zeitpunkten möglich. Entweder versprüht man EM® beim Schwaden oder erst beim Pressen der Ballen. Wichtig ist in jedem Fall die ausreichende Verdichtung der Ballen, damit so viel Sauerstoff wie möglich herausgepresst wird.
Effektive-Mikroorganismen-Heulage-ernten

Heu ernten mit EM®

Die Kunst der Heuwerbung besteht darin, den Wasseranteil des gemähten Grüngutes in kurzer Zeit auf höchstens 13 % (sichere Lagerfähigkeit) zu reduzieren, ohne durch eine zu intensive Bearbeitung die Qualität des Heus zu gefährden. Wird das Heu mit einem geringeren TS-Gehalt reingebracht, besteht die Gefahr des Verderbs oder sogar der Brandgefahr durch Selbsterhitzung. Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen direkt bei der Heuernte senkt die Gefahr von Schimmelpilzbefall und verbessert damit auch die Verträglichkeit von Heu für Pferde, die auf Schimmelpilzsporen mit Atemwegsproblemen reagieren. Denn selbst bei optimalen Bedingungen kann Restfeuchte im Ballen zurückbleiben und damit unerwünschte Gärprozesse in Gang setzen.

Eignung von Heulage als Pferdefutter
Es gibt viele Vorbehalte gegenüber der Heulage als Pferdefutter. Es geht dabei nicht um Rindersilage, die als Pferdefutter wirklich nicht geeignet ist, sondern um Heulage, die im Prinzip zum selben Schnittzeitpunkt geworben wird wie Heu. Unverträglichkeit, allergische Reaktionen und Übersäuerung werden mit Heulage kritisch in Verbindung gebracht. Diese Kritik ist nicht unbegründet. Die Ursache für diese Nebenwirkungen ist jedoch vor allem in unzureichender Silierung bei z. T. zu hohem Trockensubstanzgehalt (>60%) begründet. Daher stellt sich die Frage, wie sich der Siliervorgang mit Effektiven Mikroorganismen besser steuern lässt?

Heulage werben mit EM®

Für die Heulagegewinnung wird für den Siliervorgang ein spezieller Silierzusatzstoff benötigt. Die EM®-Technologie zeichnet sich durch ein Silierhilfsmittel aus, das nicht nur eine einseitige Mikroorganismen-Monokultur, sondern eine Vielfalt an Milchsäurebakterien aufweist. Dieser Silierzusatzstoff enthält nämlich neben homo- auch heterofermentative Milchsäurebakterien sowie im milchsauren Milieu lebende Hefen. Die Silierung mit diesem Silierzusatzstoff geht deshalb mit einer schnellen und tiefen pH-Wert Absenkung einher. Schimmelpilze und andere unerwünschte Keime werden unterdrückt. Es gibt keine Nacherwärmung, was zu geringen Verlusten führt und Fehlgährungen vermeidet. Der Silierprozess ist gesichert und auch nach Öffnen der Folie liegt eine hohe aerobe Stabilität der Silage vor. Für die Praxis bedeutet dies, dass der Ballen über eine längere Zeit und auch bei wärmeren Temperaturen an die Pferde verfüttert werden kann.

Verträglichkeit von Heulage verbessern

Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass manche Pferde auf die Silagefütterung mit allergischen Reaktionen reagierten. In Silage kann aufgrund der Aminosäure Histidin, welches aus dem Graseiweiß entsteht, das biogene Amin gebildet werden. Die beobachteten allergischen Reaktionen der Pferde sind durch das Amin zu erklären. Um eine bessere Verträglichkeit der Heulage zu erreichen, sollte die Menge an gebildetem Histamin durch einen zügigen und fehlgärungsfreien Siliervorgang verringert werden. Diese Qualitätssteigerung ist durch die Heulagewerbung mit EM® möglich.

Vorbeugung der Übersäuerung durch Heulage

Heulagen, die mithilfe der EM®-Technologie erzeugt werden, sind besonders schmackhaft und riechen sehr aromatisch. Die zugeführten Mikroorganismen finden im sauren Milieu und unter anaeroben Bedingungen beste Lebensbedingungen vor. Zusammen mit den enthaltenen positiven Mikroorganismen bereichern sie die Heulage durch ihre Stoffwechselprodukte. Einer möglichen Übersäuerung des Pferdeorganismus ist mit einer EM®-behandelten Heulage daher in doppelter Hinsicht vorgebeugt:
1. durch den zusätzlichen Gehalt an Antioxidantien, Vitaminen und Spurenelementen und
2. durch den geschützten natürlichen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen.
Insgesamt entlastet eine qualitativ hochwertige Heulage den Organismus des Pferdes im Vergleich zu herkömmlichen, unbehandelten und häufig unsicheren Heulagen.

Effektive Mikroorganismen bei der Strohernte

Der Qualität von Stroh muss genauso Beachtung geschenkt werden. Die Probleme liegen meist in mit Schimmelpilzsporen versetztem Stroh, welches folglich für Pferde nicht mehr geeignet ist. Deswegen können Effektive Mikroorganismen bei der Strohernte zur Qualitätssteigerung im Pferdebetrieb sinnvoll eingesetzt werden.
Effektive-Mikroorganismen-Strohernte Die Behandlung des Strohs erfolgt optimaler Weise beim Pressen der Ballen. Die EM® verhindern die Entwicklung von Schimmel und ermöglichen dadurch sogar das Pressen von Stroh, das auf dem Feld nicht optimal abtrocknen konnte. Aber auch bei optimalen Witterungsbedingungen kann die Restfeuchte aus dem Stroh aufgrund des hohen Rohfaseranteils oftmals nur schlecht entweichen. Obwohl die hohe Verdichtung im Ballen durch moderne Hochdruckpressen zu grundsätzlich guten anaeroben Bedingungen führt, finden Schimmelpilze selbst bei geringer Restfeuchte gute Lebensbedingungen vor. Ein solches Stroh ist zum Einstreuen und Verfüttern nicht mehr geeignet und stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für das Pferd, aber auch für den damit umgehenden Menschen dar. Wird dieses Stroh konsequent entsorgt, ohne vom Lieferanten eine Ersatzlieferung zu erhalten, entstehen vermeidbare Kosten. Wird das ungeeignete Stroh trotz der Einschränkungen verwendet, riskiert der Stallbetreiber unzufriedene Einsteller, so dass der gute Ruf des Reitstalls in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Dabei lassen sich derartige Risiken mit einem gezielten Einsatz von EM® relativ leicht vermeiden.

Effektive Mikroorganismen im Pferdestall

Egal wo man beginnt EM® einzusetzen: Ziel sollte eine optimale Kreislaufwirtschaft sein.

Warum sollten Effektive Mikroorganismen auch innerlich ins Pferd gegeben werden und wie können sie auch äußerlich, z. B. bei Hauterkrankungen, angewendet werden? Dieses Thema behandeln wir im letzten Teil der Artikelserie. Der Artikel erscheint in Kürze. Bleiben Sie gespannt.

Autorin

Anja Jakubeit Pferdeprofis
Harms | Pferdeprofis gut beraten

Anja Jakubeit
Diplom Biologin
EM® Spezialistin

E-Mail a.jakubeit@harms-info.de
Oder über unser Kontaktformular

 

Literatur

Melany Clahsen: EM Effektive Mikroorganismen® in der Pferdehaltung, edition EM Verlagsgesellschaft mbH, 2015

Dr. Anne Katharina Zschocke: EM Die Effektiven Mikroorganismen, AT Verlag, 2012

Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand: Moderne Pferdefütterung, Multisprint Verlags GmbH, 2011

VFD Arbeitskreis Umwelt: Pferd und Heu, 1. Auflage, VFD Bundesverband, 2010

Artikelserie

Teil I EM® in der Pferdehaltung.


Teil II EM® im Pferdemist.


Teil III EM® auf der Pferdeweide.


Teil IV EM® in der Pferdefütterung.


Teil V EM® im Pferd. In Kürze.

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Effektive Mikroorganismen auf der Pferdeweide http://www.harms-info.de/effektive-mikroorganismen-auf-der-pferdeweide Mon, 22 Jan 2018 11:24:19 +0000 http://www.harms-info.de/?p=5905 Für ein nachhaltiges Weidemanagement können Effektive Mikroorganismen auf der Pferdeweide hilfreiche Dienste leisten. Denn vor allem für Pferdebetriebe mit wenig Fläche und vielen Pferden ist der Erhalt der Qualität der Weiden eine Herausforderung. Durch den Einsatz der Mikroben kann die Bodenfruchtbarkeit verbessert, der Artenreichtum erhöht und die Gefahr von Pflanzengiften verringert werden. Selbst kostenintensive Neueinsaaten ...

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Für ein nachhaltiges Weidemanagement können Effektive Mikroorganismen auf der Pferdeweide hilfreiche Dienste leisten. Denn vor allem für Pferdebetriebe mit wenig Fläche und vielen Pferden ist der Erhalt der Qualität der Weiden eine Herausforderung. Durch den Einsatz der Mikroben kann die Bodenfruchtbarkeit verbessert, der Artenreichtum erhöht und die Gefahr von Pflanzengiften verringert werden. Selbst kostenintensive Neueinsaaten sowie Nachsaaten können so reduziert werden.

In Teil I der Artikelserie Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung haben wir uns damit beschäftigt, was Effektive Mikroorganismen sind und wie wir mit Ihnen das Milieu in der Box und auf Ausläufen beeinflussen können. In Teil II Effektive Mikroorganismen im Pferdemist ging es um den gezielten Einsatz zur Aufwertung des Pferdemistes und seiner Verwendung als Wirtschaftsdünger.

Kurzinfo über Effektive Mikroorganismen
Effektive Mikroorganismen sind eine Mischkultur aus regenerativ lebensfördernden Mikroorganismen und sind patentrechtlich geschützt (EM®). Diese Mischung erzeugt synergetische Wirkungen und unterstützt damit die bereits im Milieu vorhandenen positiven Mikroorganismen. Gemeinsam verändern sie das Gleichgewicht so, dass auch die sogenannten neutralen Mitläufer-Mikroorganismen mithelfen, dass Prozesse wieder optimal aufbauend verlaufen. Dadurch werden Fäulnisprozesse im Pferdemist und die daraus entstehenden Schadstoffe verhindert. Mehr dazu in Teil I der Artikelserie erfahren.

Durch Effektive Mikroorganismen im Pferdemist können Pferdebetriebe ein entscheidendes Problem lösen: die teure Entsorgung des Mistes. Um aus dem Abfallprodukt einen wertvollen Wirtschaftsdünger zu machen, ist die richtige Lagerung des Pferdemistes entscheidend. Damit lassen sich Entsorgungskosten reduzieren, Düngekosten verringern und die Pferdeweiden strukturell verbessern. Mehr dazu in Teil II der Artikelserie erfahren.

In diesem Artikel betrachten wir die Wirkung von Effektiven Mikroorganismen auf das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit von Pferdeweiden. Dabei erklären wir auch die Ursachen und Risiken von zu hohen Fruktangehalten und Pflanzengiften und ihre Vermeidung. Denn auf den anspruchsvollen Pferdeweiden herrscht früher oder später ein ganz anderes Problem: der falsche Aufwuchs. Wir müssen uns in der Ist-Analyse also erst einmal anschauen, welche Inhaltstoffe die Pferde auf der Weide vorfinden.

Risiken für die Pferdegesundheit

Viele Pferdebetriebe wollen ihren Pferden eine artgerechte Haltung mit möglichst viel Weidegang bieten. Nicht immer reichen dafür die Weideflächen aus. Eine Pferdehaltung mit wenig Weide- und Futterfläche bei gleichzeitig hohem Pferdebestand trägt aber Risiken für die Pferdegesundheit mit sich. Ein Grund dafür liegt in der Ansaat von ertragsreichen Hochleistungsgräsern. Diese sind zwar trittbeständiger und widerstandsfähiger gegen Verbiss, führen jedoch zu einer Weide mit zu hohen Fruktangehalten. Die Verstoffwechselung dieses Kohlenhydrates kann zu einem Massensterben der Darmbakterien führen. Die dabei entstehenden Bakteriengifte machen die Darmwand durchlässig und gelangen damit über den Blutstrom in die Huflederhaut und können dort Hufrehe auslösen.

Pflanzengifte auf Pferdeweiden

Ein weiteres Risiko auf intensiv genutzten Pferdeweiden sind Endophyten. Das sind Pilze, die in Symbiose mit der Pflanze leben. Sie werden von ihr mit Wasser, Energie und Nährstoffen versorgt, dafür helfen die Pilze der Pflanze in extremen Situationen zu überleben. Sie produzieren dann beispielsweise Stoffe, welche die Pflanze vor Parasiten und Krankheitserregern schützt. Diese natürlichen Eigenschaften der Endophyten sind für die Pflanzenzucht von hohem Interesse. Daher wurden sie in bestimmte Gräser gezielt eingezüchtet oder ihre Gehalte erhöht.
Effektive Mikroorganismen auf der Weide
Wissenschaftler haben festgestellt, dass je nach Genetik von Pilz und Pflanze sowie den Bedingungen, unter denen beide zusammen leben, die Endophyten einen ganzen Cocktail von Giften produzieren, die für Pferde giftig sind.

Von artenreich zu artenarm

Zu starke Beweidung, hohe Trittbelastungen, verfestigter Boden und mangelhafte Düngung verändern den Pflanzenbestand auf der Weide. Es überleben nur die Pflanzen, die mit der schlechten Situation am besten zurechtkommen: die Pflanzen mit den aktivsten Endophyten. Es sind gleichzeitig die schlechtesten Pflanzen für‘s Pferd.

Spezielle Saatmischungen für Pferdeweiden

In der Praxis werden zunehmend fruktanarme Saatmischungen eingesetzt, die hauptsächlich aus extensiven, endophytenarmen Sorten bestehen, welche weniger auf Widerstandfähigkeit gezüchtet wurden. Entsprechend empfindlich reagieren sie auf Übernutzung und funktionieren ausschließlich in der extensiven Weidehaltung. Steigt die Nutzungsrate, werden sich langfristig die stressresistenten, endophytenhaltigen Gräser der Mischung durchsetzen. Um „endophytenarm“ zu bleiben, müsste die Weidefläche also regelmäßig neu angelegt werden. Zur Reduzierung von Endophyten-Giften im Gesamtaufwuchs sind solche Mischungen also keine alleinige Lösung für Pensionsbetriebe mit hohem Pferdebesatz auf der Weide. Damit wird auch deutlich, warum es nicht die eine Lösung für eine perfekte Pferdeweide gibt. An verschiedenen Stellen ist gezielt anzusetzen, um eine geeignete Basis als Futtergrundlage für die Pferde zu schaffen. Dazu muss das Bewusstsein vorliegen, welche Gräser auf welche Art und Weise auf die Beweidung reagieren und welche Probleme dadurch entstehen. Erst jetzt kann der nächste Schritt beginnen: die Verbesserung der Bodenstruktur.

Effektive Mikroorganismen auf der Pferdeweide

Neben einem nachhaltigen Weidemanagement sind bodenverbessernde Maßnahmen mithilfe der Effektiven Mikroorganismen langfristig der beste Schutz der Gräser vor Stress – also der Aktivität vorhandener Endophyten. Es entstehen dadurch weniger „Nischen“, in denen sich nur spezialisierte Pflanzen wohlfühlen. Die Voraussetzungen für einen artenreichen Aufwuchs werden gelegt.
Ein geeigneter Zeitpunkt für die Anwendung mit EM® ist die Flächenkompostierung durch Mulchen. Mit dem Mulch wird das Sinnbild des lebendigen Bodens – der Regenwurm – gefüttert. Dieser scheidet seinen fruchtbaren Kot aus und erhöht dadurch die Bodenfruchtbarkeit.

Kein Bodenleben ohne Regenwurm

Ein Regenwurm hinterlässt jährlich 65 Tonnen Kot auf 1 Hektar Weideland und baut jährlich 25 Millimeter Humus auf. Wurmhumus ist wertvoller als jede Art von Erde, denn er enthält hoch konzentriert alle Nährstoffe, die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen. Regenwürmer können aber die Gesamtmenge an Nährstoffen im Boden nicht vergrößern. Sie können die Nährstoffe nur konzentrieren und pflanzenverfügbar machen. Fehlt dem Regenwurm also die Nahrung (organisches Material) wandert er ab. Das bedeutet: Mindestens 1x jährlich organisch düngen.
Toll erklärt von Planet Wissen in einem Info-Comic:

Zur Unterstützung der natürlich vorkommenden Bodenorganismen wird beim Mulchen EM® direkt auf den Mulch z. B. mit einem Kombigerät ausgesprüht. Dadurch wird die Rotte gefördert, ohne Fäulnisprozesse zuzulassen; vorhandene Nährstoffe bleiben so erhalten und werden durch die Stoffwechselaktivität der EM® mit Vitaminen, Spurenelementen und Antioxidantien ergänzt. Ein aktives Bodenleben und hohe Bodenfurchtbarkeit schafft optimale Voraussetzungen, damit sich alle Pflanzen gleichermaßen vital und kräftig entwickeln und das Artenreichtum des Grünlandes erhalten bleibt.
Gleiches gilt auch, wenn geeigneter Pferdemist auf die Weiden ausgebracht wird. Hierbei sind allerdings wichtige Punkte zu beachten. Lesen Sie dazu mehr im vorangegangen Artikel „Effektive Mikroorganismen im Pferdemist“.
Vorteil von EM® auf der Pferdeweide:

  • Verbesserung der Nährstoffversorgung
  • Vermeidung von Bodenverdichtungen
  • Durchlüftung des Bodens
  • Verbesserung des Wasserhaltevermögens


 
Wie kann man Effektive Mikroorganismen bei der Futterwerbung einsetzen und somit die Futterqualität verbessern? Dieser Frage gehen wir im nächsten Teil der Artikelserie nach. Der Artikel erscheint in Kürze. Bleiben Sie gespannt.

Effektive Mikroorganismen im Pferdestall

Egal wo man beginnt EM® einzusetzen: Ziel sollte eine optimale Kreislaufwirtschaft sein.

Autorin

Anja Jakubeit Pferdeprofis
Harms | Pferdeprofis gut beraten

Anja Jakubeit
Diplom Biologin
EM® Spezialistin

E-Mail a.jakubeit@harms-info.de
Oder über unser Kontaktformular

 

Literatur

Melany Clahsen: EM Effektive Mikroorganismen® in der Pferdehaltung, edition EM Verlagsgesellschaft mbH, 2015

Dr. Anne Katharina Zschocke: EM Die Effektiven Mikroorganismen, AT Verlag, 2012

Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand: Moderne Pferdefütterung, Multisprint Verlags GmbH, 2011

VFD Arbeitskreis Umwelt: Pferd und Heu, 1. Auflage, VFD Bundesverband, 2010

Artikelserie

Teil I EM® in der Pferdehaltung.


Teil II EM® im Pferdemist.


Teil III EM® auf der Pferdeweide.


Teil IV EM® in der Pferdefütterung.


Teil V EM® im Pferd. In Kürze.

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Effektive Mikroorganismen im Pferdemist http://www.harms-info.de/effektive-mikroorganismen-im-pferdemist Fri, 05 Jan 2018 20:21:11 +0000 http://www.harms-info.de/?p=5817 Pferdebetriebe können durch Effektive Mikroorganismen im Pferdemist ein entscheidendes Problem lösen: die teure Entsorgung des Mistes. Um aus dem Abfallprodukt einen wertvollen Wirtschaftsdünger zu machen, ist die richtige Lagerung des Pferdemistes entscheidend. Damit lassen sich Entsorgungskosten reduzieren, Düngekosten verringern und die Pferdeweiden strukturell verbessern. In Teil I der Artikelserie Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung haben ...

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Pferdebetriebe können durch Effektive Mikroorganismen im Pferdemist ein entscheidendes Problem lösen: die teure Entsorgung des Mistes. Um aus dem Abfallprodukt einen wertvollen Wirtschaftsdünger zu machen, ist die richtige Lagerung des Pferdemistes entscheidend. Damit lassen sich Entsorgungskosten reduzieren, Düngekosten verringern und die Pferdeweiden strukturell verbessern.

In Teil I der Artikelserie Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung haben wir uns damit beschäftigt, was Effektive Mikroorganismen sind und wie wir mit Ihnen das Milieu in der Box und auf Ausläufen beeinflussen können.

Kurzinfo über Effektive Mikroorganismen
Effektive Mikroorganismen sind eine Mischkultur aus regenerativ lebensfördernden Mikroorganismen und sind patentrechtlich geschützt (EM®). Diese Mischung erzeugt synergetische Wirkungen und unterstützt damit die bereits im Milieu vorhandenen positiven Mikroorganismen. Gemeinsam verändern sie das Gleichgewicht so, dass auch die sogenannten neutralen Mitläufer-Mikroorganismen mithelfen, dass Prozesse wieder optimal aufbauend verlaufen. Dadurch werden Fäulnisprozesse im Pferdemist und die daraus entstehenden Schadstoffe verhindert. Mehr dazu in Teil I der Artikelserie erfahren.

In diesem Artikel verfolgen wir den Weg der Einstreu von der Kompostierung bis zum Düngemittel. Die mit EM® behandelte Einstreu erfährt bereits erste regenerative Prozesse, bevor sie überhaupt auf der Mistplatte landet. Die Art und Weise der Lagerung des Mistes auf der Mistplatte hat jedoch auch Auswirkungen auf die mikrobiologischen Vorgänge und damit auf seine Düngewirkung. Schauen wir uns diese Vorgänge einmal genauer an.

Falsch gelagerter Pferdemist

Wird der Mist wahllos und großflächig auf die Platte gekippt, reagiert das Material mit Sauerstoff. Aerobe (Sauerstoff benötigende) Mikroorganismen gedeihen und es kommt zur Oxidation. Wärme entwickelt sich und geht als Energie in die Umgebung verloren, und im Inneren steigen die Temperaturen so hoch, dass ein Teil der Mikroorganismen abstirbt, darunter auch die humusbildenden Mikroben. Das Endergebnis dieser Mistlagerung ist ein kleinerer Haufen verrottetes Material, das energiearm und angereichert mit aeroben Mikroorganismen ist.

Pferdemist falsch gelagert

Wahllos und großflächig abgekippter Pferdemist. Besonders in Pensionsbetrieben, wo Einsteller selber misten, ist dies ein gängiges Bild. Foto: Anja Jakubeit

Wird dieses Material auf die Felder ausgebracht, sind die positiven Effekte überschaubar. Denn der Energiewert ist gering und die Zusammensetzung ungünstig. Zusätzlich werden Pflanzen gefördert, die in diesem Milieu gedeihen, jedoch auf einer Pferdeweide unerwünscht sind. Dazu gehören beispielsweise Sumpfschachtelhalm oder Hahnenfuß, die besonders auf verdichtetem Boden mit wenig Humus wachsen, auf dem sich Staunässe gebildet hat.

Pferdemist richtig lagern

Doch wie soll man Pferdemist richtig lagern? Die ideale Mistlagerung für Humus-aufbauende Prozesse ist die Errichtung eines Stapelmistes. Diese Form der Mistlagerung wurde früher sehr viel häufiger praktiziert als heute. Dabei wurde der Pferdemist maximal verdichtet, um so viel Sauerstoff wie möglich herauszudrücken. Dies sorgt nämlich im Inneren des Mistes für ideale Bedingungen für Photoysnthesebakterien, die ein sauerstoffarmes (anaerobes) Milieu bevorzugen. Als Folge der anaeroben Kompostierung wird der Pferdemist nicht heiß, er stinkt nicht und Energie sowie Volumen bleiben weitgehend erhalten.
Dieses positive Milieu lässt sich durch Effektive Mikroorganismen im Pferdemist unterstützen. Optimalerweise wird dafür die Einstreu bereits in der Box mit EM® behandelt, um dort von den positiven Effekten zu profitieren. Spätestens mit der Lagerung des Pferdemistes sollten jedoch EM® unterstützend eingesetzt werden.

Im Stapelmist fermentiert der Mist unter anaeroben Bedingungen. Foto: Anja Jakubeit

Erfahrungen zeigen, dass dieser Mist sich durch die feine, fast schon erdige Struktur gleichmäßig ausbringen lässt. Die Reinigung des Miststreuers ist in kürzester Zeit erledigt, da kaum Material im Streuer verbleibt. Ganz anders als der schlecht gelagerte Pferdemist, welcher vor allem bei hohem Strohanteil noch lange auf den Flächen liegt und dort beginnt zu faulen, wird dieser Mist vom Bodenleben sehr schnell aufgenommen.

Wohin mit dem Pferdemist?

Für viele Pferdebetriebe ist der Pferdemist aus mehreren Gründen ein Problem. Die Mistlagerung nimmt viel Platz weg, es entstehen unangenehme Gerüche und nach dem Ablagern will niemand den Mist haben. Falls man doch einen Abnehmer findet, will der für die Mistentsorgung oft noch eine Gebühr erheben. Insofern ist eine Eigennutzung auch wirtschaftlich eine interessante Alternative. Voraussetzung dafür ist, dass der Pferdemist richtig gelagert wird, damit ein positives Milieu für regenerative Mikroorganismen vorherrscht.

Der erhöhte Arbeitsaufwand für die ‚Veredelung des Pferdemists‘ wird abgefangen durch zurückgehende Einkaufskosten für Düngemittel und eventuell seltener notwendige Nachsaaten. Schließlich sind höhere Erträge auf den Pferdeweiden möglich, wodurch sich die variablen Kosten des Betriebes weiter senken lassen.

Erträge auf Pferdeweiden erhöhen

Die intensive landwirtschaftliche Nutzung der vergangenen Jahrzehnte hinterlässt nicht nur eintönige, ausgeräumte Agrarlandschaften. Der Einsatz von schweren Maschinen und die intensive Bodenbearbeitung können Bodenverdichtungen, eine steigende Gefahr für Wasser- und Winderosionen und einen Verlust der Bodenfruchtbarkeit verursachen. (Quelle: Umweltbundesamt) Der Verlust der Bodenfruchbarkeit bedeutet, dass Humusgehalte und damit das Bodenleben drastisch reduziert sind. Als Folge wachsen auf diesen Böden häufig schwache und krankheitsanfällige Pflanzen, die nur durch Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln und Versorgung mit synthetischen Düngemitteln ausreichende Erträge bringen. Die regelmäßige Zufuhr von organischer Substanz ist also dringend notwendig, um diesen degenerativen Prozess zu stoppen und umzukehren. Denn jedes organische Material wird mit der Zeit zu Humus umgewandelt, wenn ausreichend aufbauende Bodenorganismen vorhanden sind. Ist das Bodenleben allerdings zu schwach und haben sich bereits die degenerativen Mikroorganismen durchgesetzt, fault organisches Material und verschlimmert so den Zustand des Bodens. Deshalb braucht es für den Humusaufbau beides: organisches Material und einen lebendigen Boden. Je höher der Humusgehalt im Boden ist, desto besser sind seine natürlichen Eigenschaften für die Pflanzen.

Mit Pferdemist düngen

Die Verwendung von anaerob kompostiertem Pferdemist zur Grünlanddüngung empfiehlt sich daher praktisch von selbst. Denn so bringt man wertvollen organischen Dünger – angereichert mit regenerativen Mikroorganismen – auf die eigenen Flächen aus. Der natürliche Kreislauf schließt sich. Die Praxis hat gezeigt, dass die Verwendung von chemisch-synthetischen Düngemitteln nicht (mehr) erforderlich ist. Ebenso konnten die Erfahrungen der Anwender keinen erhöhten Parasitendruck bestätigen. Denn durch die Effektive Mikroorganismen im Pferdemist fühlen sich Wurmeier, anders als im degenerativ faulenden Misthaufen, nicht mehr wohl. Es ist vor allem der Immunstatus der Pferde, aber auch die Haltung (z.B. Vermeidung von Futteraufnahme aus der Einstreu), die den Grad der Verwurmung beeinflussen. Im Zweifel helfen Kotproben bei der Entscheidung.

Wie kann man mit Effektiven Mikroorganismen nachhaltige Weidepflege betreiben und für Artenvielfalt sorgen? Dieser Frage gehen wir im nächsten Teil der Artikelserie nach. Der Artikel erscheint in Kürze. Bleiben Sie gespannt.

Effektive Mikroorganismen im Pferdestall

Egal wo man beginnt EM® einzusetzen: Ziel sollte eine optimale Kreislaufwirtschaft sein.

Autorin

Anja Jakubeit Pferdeprofis
Harms | Pferdeprofis gut beraten

Anja Jakubeit
Diplom Biologin
EM® Spezialistin

E-Mail a.jakubeit@harms-info.de
Oder über unser Kontaktformular

 

Literatur

Melany Clahsen: EM Effektive Mikroorganismen® in der Pferdehaltung, edition EM Verlagsgesellschaft mbH, 2015

Dr. Anne Katharina Zschocke: EM Die Effektiven Mikroorganismen, AT Verlag, 2012

Artikelserie

Teil I EM® in der Pferdehaltung.


Teil II EM® im Pferdemist.


Teil III EM® auf der Pferdeweide.


Teil IV EM® in der Pferdefütterung.


Teil V EM® im Pferd. In Kürze.

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Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung http://www.harms-info.de/effektive-mikroorganismen-in-der-pferdehaltung Fri, 29 Dec 2017 11:42:33 +0000 http://www.harms-info.de/?p=5736 Immer häufiger setzen Pferdebetriebe Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung ein. Doch was versprechen sich Betriebsleiter davon? Angefangen vom Stallklima über die Mistlagerung, die Düngung und Futterwerbung bis zum Pferd selbst sind die Effektiven Mikroorganismen ein wichtiges Hilfsmittel. Schauen wir uns doch einmal diese mikroskopisch kleinen Lebewesen an und verstehen ihre Wirkungsweise. Mikroorganismen – der Ursprung ...

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Immer häufiger setzen Pferdebetriebe Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung ein. Doch was versprechen sich Betriebsleiter davon? Angefangen vom Stallklima über die Mistlagerung, die Düngung und Futterwerbung bis zum Pferd selbst sind die Effektiven Mikroorganismen ein wichtiges Hilfsmittel. Schauen wir uns doch einmal diese mikroskopisch kleinen Lebewesen an und verstehen ihre Wirkungsweise.

Mikroorganismen – der Ursprung allen Lebens

Mikroorganismen waren die ersten Lebewesen unserer Erde und sind bis heute an allen Vorgängen in der Natur maßgeblich beteiligt. Zu den Mikroorganismen zählen unter anderem Bakterien und Pilze. Mikroorganismen sind mit dem menschlichen Auge nicht zu sehen, aber sie existieren überall und haben einen enormen Einfluss auf unser Leben. Beispielsweise wird in der Lebensmittelgewinnung gezielt die Wirkung von einigen Bakterien genutzt, um Sauermilchprodukte herzustellen. Vielen bekannt sind bestimmt auch Hefepilze, die beim Gären und Backen helfen. Darmbakterien machen unsere Nahrung überhaupt erst verwertbar und produzieren lebenswichtige Stoffe wie Vitamine, Enzyme und Aminosäuren. Durch ihre Vielfalt und Unterschiedlichkeit bringen Mikroorganismen alle Kreisläufe des Lebens in Gang, halten sie in Bewegung und verbinden sie miteinander.

Vor 30 Jahren entdeckte der japanische Agrarwissenschaftler Prof. Teruo Higa zufällig die Wirkung einer ganz bestimmten Mikrobenmischkultur. Diese Mischung aus nützlichen und hilfreichen Mikroorganismen nannte er EM® (Effektive Mikroorganismen) und ließ sie sich patentieren. Das grundlegende Wirkprinzip der EM® beruht auf der gezielten Förderung von bereits vorhandenen positiven Mikroorganismen in einem Milieu, z. B. im Boden, auf Oberflächen, im Wasser.

Tiefergehendes Wissen über Effektive Mikroorganismen
Das Dominanzprinzip

Die Wirkung der EM wird mit dem sogenannten Dominanzprinzip erklärt. Nach dieser Vorstellung existieren unter den Mikroorganismenstämmen drei verschiedene Sorten:

1. dominant regenerative (aufbauende) Mikroorganismen
2. opportunistische Mikroorganismen (Mitläufer)
3. dominant degenerative (krankheits- und fäulniserregende) Mikroorganismen

Die überwiegende Mehrheit der Mikroorganismen verhält sich opportunistisch, d. h. sie unterstützen immer diejenige Gruppe, die dominiert. Dies können im ungünstigsten Fall krankheits- und fäulniserregende Mikroorganismen sein, die in einem negativen Milieu überwiegen und damit die Mitläufer zusätzlich auf ihre Seite ziehen.
Für die Mischung aus EM® hingegen werden ausschließlich aufbauende, also regenerative lebensfördernde Mikroorganismen verwendet. Diese Mischung erzeugt synergetische Wirkungen und unterstützt damit die bereits vorhandenen positiven Mikroorganismen. In Summe verändern sie das Gleichgewicht so, dass auch die neutralen Mitläufer-Mikroorganismen mithelfen, dass Prozesse optimal und aufbauend verlaufen.

Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung – Stallklima

Angenehm und typisch „pferdisch“ sollte ein Pferdestall riechen. Steigt einem aber der brennende Geruch von Ammoniak in die Nase, können Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung Abhilfe schaffen. In den meisten Pferdebetrieben ist die Ammoniakbelastung zu hoch, auch wenn man sich an den Geruch längst gewöhnt hat. Ammoniak entsteht beim Abbau von Urin und Kot durch Mikroorganismen. Diese konzentrierte Ansammlung beider Ausscheidungsprodukte auf kleiner Fläche ist in der Natur nicht vorgesehen und bereitet dort auch keine Probleme. In unserer Haltungsform jedoch macht sie erhebliche Probleme, die weitreichende Konsequenzen haben. Ammoniak ist ein Nervengift und kann u. a. den Atmungsapparat des Pferdes empfindlich schädigen. Zusammen mit Feuchtigkeit entsteht aus dem Ammoniakgas eine Lauge, die das Hufhorn, den Kronrand oder beim Liegen auch andere Hautstellen angreift. Dies betrifft vor allem die Boxenhaltung, aber auch auf Ausläufen, Liegeflächen oder rund um Futterraufen ist die Menge und Konzentration der Ausscheidungen auf kleinstem Raum ein Thema.

Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung

Hier abgebildet ist frisch aufgeschichteter Mist aus einem Laufstall mit 14 Jungpferden. Gut zu sehen sind die schwarzen und roten Schichten aus Stroh und Ausscheidungen. Dieser Mist faulte bereits im Laufstall und bietet eine Brutstätte für Fliegenlarven. Foto: Anja Jakubeit

Fliegen im Stall reduzieren

Ob Effektive Mikroorganismen in der Pferdehaltung erforderlich sind verrät einem nicht nur die eigene Nase, sondern auch das Fliegenaufkommen. Dabei sind Fliegen nicht nur ein lästiges Übel, worauf die Pferde mit Unruhe, Schweif- und Kopfschlagen reagieren. Sie kommen aufgrund ihrer Lebensweise auch mit allerhand Krankheitserregern in Kontakt und übertragen diese auf Mensch und Tier. Bindehautentzündungen und infizierte Wunden gehen oft auf ihr Konto. Statt auf die Fliege zu schimpfen, sollte man ihr aber dankbar sein, dass sie Probleme von Fäulnis und Verwesung aufzeigt.
Wie können Fäulnis- und Verwesungsprozesse verhindert werden? Fliegen legen ihre Eier vornehmlich in Fäulnis ab, da dort optimale Bedingungen für die Nachkommen herrschen. Durch den Einsatz Effektiver Mikroorganismen auf der Einstreu und im umliegenden Stallbereich findet eine aktive Milieusteuerung statt. Fäulnis und degenerative Prozesse, die die Entstehung von Schadgasen wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff verursachen, werden damit eingedämmt. Den Fliegen wird der Lebensraum entzogen und die Fliegenpopulation verringert sich.

Pferdehaltung und Geruchsemissionen: Effektive Mikroorganismen verringern die Geruchsbelastung und das Fliegenaufkommen. Dadurch kann die Akzeptanz der Pferdehaltung durch Anwohner in der Nachbarschaft deutlich höher sein.

Was passiert mit dem EM® behandelten Pferdemist? Dieser Frage gehen wir im nächsten Teil der Artikelserie nach. Darüber hinaus werden wir uns mit dessen Düngerwirkung und der Weidepflege mit Effektiven Mikroorganismen beschäftigen. Der Artikel erscheint in Kürze. Bleiben Sie gespannt.

Effektive Mikroorganismen im Pferdestall

Egal wo man beginnt EM® einzusetzen: Ziel sollte eine optimale Kreislaufwirtschaft sein.

Autorin

Anja Jakubeit Pferdeprofis
Harms | Pferdeprofis gut beraten

Anja Jakubeit
Diplom Biologin
EM® Spezialistin

E-Mail a.jakubeit@harms-info.de
Oder über unser Kontaktformular

Literatur

Melany Clahsen: EM Effektive Mikroorganismen® in der Pferdehaltung, edition EM Verlagsgesellschaft mbH, 2015

Dr. Anne Katharina Zschocke: EM Die Effektiven Mikroorganismen, AT Verlag, 2012

Artikelserie

Teil I EM® in der Pferdehaltung.


Teil II EM® im Pferdemist.


Teil III EM® auf der Pferdeweide.


Teil IV EM® in der Pferdefütterung.


Teil V EM® im Pferd. In Kürze.


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Bauen im Außenbereich | Modernisierung von Reitanlagen | Förderung von Betriebsberatungen

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Wanted: Marketing Assistent (m/w) http://www.harms-info.de/marketing-assistent-gesucht Fri, 30 Sep 2016 16:00:17 +0000 http://www.harms-info.de/?p=4434 Zur Erweiterung des Teams suchen wir einen Marketing Assistent (m/w) im Homeoffice auf Teilzeitbasis. Wir sind als Dienstleister in der Pferdebranche tätig. Neben betriebswirtschaftlichen Beratungen für Pferdebetriebe werden vor allem Gründungsberatungen durchgeführt. Die Unterstützung der Kunden im Marketing rundet das Angebotsportfolio ab. Wir haben uns erfolgreich am Markt positioniert und möchte expandieren. Zur Unternehmensphilosophie gehören ...

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Zur Erweiterung des Teams suchen wir einen Marketing Assistent (m/w) im Homeoffice auf Teilzeitbasis. Wir sind als Dienstleister in der Pferdebranche tätig. Neben betriebswirtschaftlichen Beratungen für Pferdebetriebe werden vor allem Gründungsberatungen durchgeführt. Die Unterstützung der Kunden im Marketing rundet das Angebotsportfolio ab. Wir haben uns erfolgreich am Markt positioniert und möchte expandieren. Zur Unternehmensphilosophie gehören ein hoher qualitativer Anspruch und das Zufriedenstellen der Kunden.

Ihre Aufgaben
Sie unterstützen als Marketing Assistent (m/w) den Geschäftsbereich Marketing. Für unsere Kunden erstellen Sie Homepages und pflegen diese, begleiten die Pressearbeit und binden soziale Netzwerke ein. Sie erstellen und überwachen Werbekampagnen in Google Adwords und fertigen Reports an. Für die Entwicklung von Logos und Werbemittel stimmen Sie sich mit externen Designern ab. Auch unsere Homepage sowie die Auftritte in sozialen Netzwerken gehören zu Ihren Aufgaben. Darüber hinaus unterstützen Sie gelegentlich Projektarbeiten und erledigen organisatorische Aufgaben.

  • Erstellung und Pflege von Homepages
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Entwicklung von Werbekampagnen
  • Abstimmung mit externen Designern
  • Pflege der Social Media Kanäle
  • Projektarbeiten und organisatorische Aufgaben

Ihr Profil
Sie verfügen über umfassendes Pferdewissen, das Sie sich durch Aus- oder Weiterbildung angeeignet haben. Solide Erfahrungen mit WordPress und der Suchmaschinenoptimierung setzen wir voraus. Grundkenntnisse in HTML sind von Vorteil. Sie besitzen eine gute Schreibe und sind versiert in der Bildbearbeitung mit Photoshop. Soziale Netzwerke sind für Sie ganz normal und organisatorische Aufgaben übernehmen Sie gerne. Arbeiten mit Microsoft Office erledigen Sie im Handumdrehen. Sie sind kreativ, engagiert und haben Lust in einem jungen Team Verantwortung zu übernehmen.

  • Umfassendes Pferdewissen
  • Solide Erfahrungen mit WordPress
  • Aktuelles SEO-Wissen
  • HTML-Grundkenntnisse
  • Google My Business-Tools
  • Sehr guter Schreibstil
  • Versiert in der Bildbearbeitung
  • Vertraut mit sozialen Netzwerken
  • Fit in Microsoft Office

Unser Angebot
Wir bieten in einem kleinen Unternehmen eine Festanstellung mit einem breiten Betätigungsfeld und flexiblen Arbeitszeiten vorerst in Teilzeit an. Perspektivisch ist die Ausweitung auf eine Vollzeitstelle möglich. Ihre Tätigkeit üben Sie im Homeoffice aus. Wenn Ihr Interesse geweckt ist, senden Sie uns bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen als PDF-Datei zu. Teilen Sie uns außerdem Ihre Gehaltsvorstellung und den frühestmöglichen Eintrittstermin mit.

Harms | Pferdeprofis gut beraten
Martin-Luther-Weg 14
40723 Hilden

Christian Harms
E-Mail: kontakt@harms-info.de

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Studium auf einem Pferdebetrieb absolvieren http://www.harms-info.de/studium-auf-einem-pferdebetrieb Mon, 15 Aug 2016 10:28:06 +0000 http://www.harms-info.de/?p=4341 Statt der klassischen Ausbildung zum Pferdewirt ist jetzt auch ein Studium auf einem Pferdebetrieb möglich. Mit dem dualen Studiengang begibt sich eine Reitanlage mit seinem Personal auf ein ganz neues Niveau, lockt hoch motivierte und qualifizierte Mitarbeiter in den Betrieb und profitiert gleichzeitig vom Wissen aus Betriebswirtschaft und Sportmanagement. Für Studierende erschließt sich die Pferdebranche ...

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Statt der klassischen Ausbildung zum Pferdewirt ist jetzt auch ein Studium auf einem Pferdebetrieb möglich. Mit dem dualen Studiengang begibt sich eine Reitanlage mit seinem Personal auf ein ganz neues Niveau, lockt hoch motivierte und qualifizierte Mitarbeiter in den Betrieb und profitiert gleichzeitig vom Wissen aus Betriebswirtschaft und Sportmanagement. Für Studierende erschließt sich die Pferdebranche dadurch mit sehr viel besseren Zukunftsperspektiven.

Studium als Alternative zur Ausbildung
In der Pferdebranche zu arbeiten ist für viele ein absoluter Traum. Der duale Studiengang „Sportbusiness Management (B.A)“ an der IST-Hochschule für Management ist eine gute Chance, um diesen Traum zu verfolgen und erfolgreich in der Pferdebranche Fuß zu fassen. Das Fernstudium geht über sieben Semester, dauert also dreieinhalb Jahre. Studierende greifen auf zahlreiche moderne Vermittlungsformen wie Online-Vorlesungen, Online-Tutorien oder Online-Übungen zu. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Theorie mit einem starken Praxisbezug. Somit haben Berufseinsteiger mit dem Studium auf einem Pferdebetrieb einen niveauvollen Einstieg in die Pferdebranche, schließen mit einem Bachelor ab und haben damit herausragende Entwicklungsmöglichkeiten. Zukünftige Tätigkeitsfelder finden sich etwa in Reitschulen, Pferdesportbetrieben, Gestüten, Reittourismusbetrieben, Eventagenturen, Rennbahnen oder in Vereinen und Verbänden.



Studierende auf Pferdebetrieben
Für den ausbildenden Betrieb ist ein Studierender des dualen Studiums wertvoll, da maximal hohe Präsenzzeiten im Betrieb gewährleistet werden. Die Studierenden besuchen an etwa vier Seminartagen pro Semester die Hochschule. Die restliche Arbeits- und Lernzeit teilen sie sich in Absprache mit ihrem Arbeitgeber flexibel ein. So ist für den Pferdebetrieb garantiert, dass der Mitarbeiter z. B. zu saisonalen Spitzenzeiten zur Verfügung stehen kann. Wie viele Stunden der Studierende im Betrieb arbeitet, hängt von der individuellen Vertragsgestaltung zwischen Betrieb und Studierendem ab. Das im Studium erworbene Fachwissen wird unmittelbar in den Pferdebetrieb übertragen und bei konkreten Aufgaben angewendet

Voraussetzungen für ein duales Studium

Im Gegensatz zu einem Ausbildungsbetrieb gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, um ein duales Studium auf einem Pferdebetrieb anbieten zu können. Der Betrieb muss kein Ausbildungsbetrieb sein und es muss kein Pferdewirtschaftsmeister vorhanden sein. Zu bedenken ist aber, dass solche Voraussetzungen für einen positiven Studienverlauf hilfreich sind. Für den Studierenden ist in Abhängigkeit von der vereinbarten Arbeitszeit eine monatliche Ausbildungsvergütung zu zahlen und in aller Regel auch die Studiengebühren zu übernehmen.

Vorteile für Pferdebetriebe
Der duale Bachelor-Studiengang „Sportbusiness Management“ der IST-Hochschule für Management ist für Pferdebetriebe interessant, die

  • motivierte Nachwuchskräfte gezielt für ihre eigenen Unternehmensbelange ausbilden und an ihr Unternehmen binden möchten;
  • ihre Studierenden ganzjährig im Betrieb einsetzen wollen;
  • Wert auf praktisch verwertbares Fachwissen legen, dass sich vom ersten Tag an positiv für ihren Betrieb auszahlt;
  • einen Berufseinsteiger mit längerer Verweildauer vorziehen, als regelmäßig wechselnde Kurzzeit-Praktikanten einzusetzen.

Unterstützung für ausbildende Pferdebetriebe
Alle ausbildenden Betriebe, die ein Studienplatz auf ihrem Betrieb anbieten, werden Partner der Hochschule und können eine kostenfreie Jobanzeige über das Jobportal Joborama schalten. Außerdem erhält jeder Betrieb einen Ausbilderzugang zum Onlinecampus, so dass kontinuierlich Transparenz über den Studienverlauf gegeben ist. Während des Studiums steht das Hochschulteam als Berater und für ein regelmäßiges Feedback an der Seite der ausbildenden Betriebe. Die Ausbildung im Betrieb und das duale Studium beginnen entweder zum 1. April oder 1. Oktober jeden Jahres.

Gerne berät das IST-Team auch persönlich am Telefon, per E-Mail oder vor Ort. Für Fragen zur Vertragsgestaltung und zu organisatorischen Abläufen nehmen Sie bitte Kontakt auf unter sport@ist-hochschule.de oder über die deutschlandweit kostenfreie Bildungshotline: 0800 478 0800 (außerhalb Deutschlands +49(0) 211 86668 – 0).


Studiengang auf Pferdebetrieben mit der IST

Alle weiteren Informationen zum dualen Bachelor-Studiengang „Sportbusiness Management“ finden Sie auf den Seiten des der IST-Hochschule.

Die Broschüre als PDF zum Download.

Harms | Pferdeprofis gut beraten

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Privilegiertes Bauen im Außenbereich http://www.harms-info.de/privilegiertes-bauen-im-aussenbereich Sun, 10 Apr 2016 10:57:37 +0000 http://www.harms-info.de/?p=4131 Für viele Pferdebetriebe ist privilegiertes Bauen im Außenbereich ein heikles Vorhaben. Um ein marktfähiges Angebot aufrechtzuerhalten und die Effizienz des Betriebes zu gewährleisten, muss immer wieder die Maurerkelle in die Hand genommen werden. Denn damit eröffnen sich enorme Chancen langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Fortbestand des Pferdebetriebes zu sichern. Am Bauplanungsrecht, in dem die ...

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Für viele Pferdebetriebe ist privilegiertes Bauen im Außenbereich ein heikles Vorhaben. Um ein marktfähiges Angebot aufrechtzuerhalten und die Effizienz des Betriebes zu gewährleisten, muss immer wieder die Maurerkelle in die Hand genommen werden. Denn damit eröffnen sich enorme Chancen langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Fortbestand des Pferdebetriebes zu sichern. Am Bauplanungsrecht, in dem die Genehmigungsfähigkeit für privilegiertes Bauen im Außenbereich geregelt ist, geht dabei aber oft unnötig viel Energie verloren.

Bauplanungsrecht im Baugesetzbuch

Wenn Teile eines landwirtschaftlichen Betriebes umgenutzt, ausgewählte Bereiche umfassend modernisiert oder Neubauten eine bestehende Reitimmobilie ergänzen sollen, sind dafür in aller Regel Baugenehmigungen erforderlich. Ohne eine solche Genehmigung kann von den Behörden selbst nach Fertigstellung des Vorhabens ein vollständiger Rückbau gefordert werden. Nicht nur wegen der Kosten durch die gebundene Zeit, der Planungs- und Baukosten, der Abrisskosten sondern auch wegen der Unruhe auf dem Betrieb, sollte immer vor Baubeginn gemeinsam mit den Behörden ein genehmigungsfähiger Konsens gefunden werden.
Für Pferdebetriebe im Außenbereich stellt sich hierbei eine besondere Problematik: sie dürfen nur bauen, wenn das Vorhaben privilegiert ist. Damit sind Anforderungen verknüpft, die nicht jeder Betrieb erfüllen kann. Damit wäre jede bauliche Weiterentwicklung unmöglich und der Betrieb hat eine düstere Zukunft vor sich. Deswegen lohnt es sich genau hinzusehen, ob erstens tatsächlich planungsrechtlich Außenbereich vorliegt und zweitens inwieweit die Anforderungen bereits erfüllt werden, bzw. erfüllt werden können.

Veröffentlicht in Pferde Zucht & Haltung Februar 2016

Der Artikel ist erschienen im Fachmagazin
Pferde Zucht & Haltung Februar 2016.

Bebauung nach Flächennutzungsplan

Das Baugesetzbuch (BauGB) bildet mit dem Bauplanungsrecht die Grundlage für die städtebauliche Ordnung. Es dient dem Erhalt der Kulturlandschaft und der Wahrung öffentlicher Interessen, etwa bei Emissionen und Abfällen. Damit werden die Rahmenbedingungen für privilegiertes Bauen im Außenbereich festgelegt, die es zu beachten gilt, um eine Baugenehmigung erhalten zu können. Dazu findet sich im Flächennutzungsplan eine Bebauungsplanung, die drei Gebietstypen unterscheidet: Flächen mit qualifiziertem Bebauungsplan (§§ 9, 30 BauGB), Flächen ohne qualifizierte Planung, jedoch im Zusammenhang bebaut (§ 34 BauGB) sowie den sogenannten Außenbereich (§ 35 BauGB). Um die Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden, ist der Außenbereich grundsätzlich von einer Bebauung freizuhalten, wovon nur in Ausnahmefällen abgesehen wird. Zu den Ausnahmen gehören Bauvorhaben landwirtschaftlicher Betriebe.

Privilegiertes Bauen im Außenbereich

Baumaßnahmen für die Pferdehaltung sind im Außenbereich besonders dann zulässig, wenn sie die Voraussetzungen für privilegiertes Bauen im Außenbereich erfüllen. Dafür muss zunächst eine Landwirtschaft vorliegen (§ 201 BauGB), zu der unter anderem Weidebewirtschaftung mit Viehhaltung auf überwiegend eigener Futtergrundlage zählt. Ein Pferdepensionsbetrieb ohne eigene Futtergrundlage stellt daher keine Landwirtschaft, sondern ein Gewerbe dar und ist nicht privilegiert. Für Pensions- und Zuchtbetriebe ist deswegen eine ausreichende Flächenausstattung notwendig. Als ausreichend werden 0,5 Hektar Eigenland oder langfristig gepachtetes Land (mindestens 12 Jahre) angesehen. Hier macht der Außenbereichserlass NRW eine Ausnahme, der eine Ausstattung mit nur 0,35 Hektar je Pferd verlangt. Übrigens ist unerheblich, ob es sich dabei um Klein- oder Großpferde handelt. Auch spielt es keine Rolle, wenn steuerrechtlich ein Gewerbe vorliegt, wichtig ist nur, dass der Betrieb die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt.

Genehmigungsfähige Betriebsgebäude und Anlagen
Zu den privilegierten Bauvorhaben gehören landwirtschaftliche Betriebsgebäude, wie Ställe, Bergungshallen, Remisen und Maschinenhallen. Auch Bewegungshallen für Zucht- und Pensionspferde sind möglich, wenn der Betrieb diese erforderlich machen. Hierfür muss der Betrieb allerdings eine angemessene Größenordnung gehaltener Pferde aufweisen.

Weitere Anlagen, wie Paddocks, Reitplätze, Futtersilos, Dunglagerstätten oder Tankanlagen können ebenfalls privilegiertes Bauen im Außenbereich darstellen, ebenso ein Wohnhaus für den Betriebsleiter und seine Familie.

Neben dem landwirtschaftlichen Status sind allerdings weitere Kriterien für privilegiertes Bauen im Außenbereich zu erfüllen. Das Vorhaben darf lediglich einen untergeordneten Teil der gesamten Betriebsfläche einnehmen und muss darüber hinaus dem landwirtschaftlichen Betrieb dienen (§ 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB). Gemeint ist damit eine nachvollziehbare, funktionale Zuordnung zum Hof. Nicht nur die Zweckmäßigkeit, auch die räumliche Zuordnung zum Betrieb muss dabei gegeben sein. Wenn jetzt auch noch die nachhaltige Bewirtschaftung des Betriebes durch langfristigen Zugriff auf ausreichend umfangreiche Flächen sowie der Bestand des Betriebes gegebenenfalls über Generationen hinaus gewährleistet ist, ist es zum privilegierten Bauvorhaben nicht mehr weit. Zusätzlich ist eine ausreichende Eignung des Betriebsleiters durch eine solide Qualifikation nachzuweisen. Mit steigendem Umfang der Baumaßnahme steigen hier nachvollziehbarerweise auch die Anforderungen an die Qualifikation. Schließlich ist die Absicht zur Gewinnerzielung notwendig, die bei Vorliegen eines gut gehenden Betriebes durch entsprechende Geschäftsabschlüsse zu belegen sind. Im Zweifel und bei umfangreichen Maßnahmen ist dafür ein Gutachten durch den Betriebsberater vorzulegen. Eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeit eines solchen Vorhabens sollte ohnehin erfolgen, weil das Gutachten auch für den Betriebsleiter ein wichtiges Entscheidungsinstrument darstellt. Damit werden bereits vor Bauantragsstellung alle wichtigen Rahmenbedingungen geprüft, so dass die Qualität des Vorhabens meist nochmals deutlich gesteigert wird.

Baumaßnahmen auf dem Kranichsteiner Hof in Darmstadt

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Bauvoranfrage und Bauantrag

Oftmals bedürfen Weideunterstände bis zu einer Firsthöhe von 4 Metern keine formale Genehmigung. Dies gilt, wenn die Pferde den Unterstand jederzeit betreten und verlassen können und hier keine Versorgung mit Futter oder Wasser stattfindet, andernfalls handelt es sich nicht mehr bloß um einen Unterstand, sondern um einen genehmigungspflichtigen Stall. Solche genehmigungsfreien Anlagen bedürfen im Außenbereich allerdings immer der Zustimmung durch die Untere Landschaftsbehörde (ULB). Da in den Bundesländern unterschiedliche Anforderungen vorliegen, ist der Gang zur zuständigen Behörde im Zweifel immer anzuraten, um spätere Nachteile zu vermeiden.

Eine Bauvoranfrage sollte dann gestellt werden, wenn zunächst die planungsrechtliche Zulässigkeit geprüft und bei problematischen Rahmenbedingungen die öffentlichen Belange untersucht werden sollen. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass die kostenintensiven Vorbereitungen auf ein Minimum reduziert und Fehlplanungen frühzeitig vermieden werden. Die Voraussetzungen für privilegiertes Bauen im Außenbereich sollten jedoch im Vorwege eindeutig geklärt werden, um Nachteile im Verfahren zu vermeiden.

Sind alle Planungen abgeschlossen, wird der Bauantrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde eingereicht. Diese wiederum beteiligt weitere Träger öffentlicher Belange, um letztlich zu einer Entscheidung zu gelangen. Neben der Gemeinde betrifft dies den Gewässerschutz, den Landschafts- und Umweltschutz sowie gegebenenfalls Veterinär- und Straßenbauämter oder die Denkmalschutzbehörde. Außerdem wird der landwirtschaftliche Status durch die Landwirtschaftskammern geprüft. Hierfür ist eine gründliche Vorbereitung durch ein solides Gutachten mit Wirtschaftlichkeitsberechnung ratsam, um keine Zweifel an der Privilegierung des Bauvorhabens aufkommen zu lassen. Aufgrund der Vielzahl beteiligter Behörden kann eine Überprüfung des Bauantrags mehrere Monate dauern. Hilfreich ist entsprechend viele Antragsexemplare abzugeben, um die Entscheidungsträger im Sternverfahren einzubinden und somit Zeit zu sparen.

Harms | Pferdeprofis gut beraten

Links:

Vollständiger Artikel als PDF

Das Fachmagazin Pferde Zucht & Haltung

Historische Reitsportanlage Kranichsteiner Hof in Darmstadt

Bildrechte:

Titelbild © Horse-Pferdesportsysteme

Bilder Baumaßnahme Kranichstein, Kranichsteiner Hof.

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Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung http://www.harms-info.de/wirtschaftlichkeit-von-pensionspferdehaltung Wed, 27 Jan 2016 12:39:36 +0000 http://www.harms-info.de/?p=3883 Interview mit BAYERNS PFERDE zur Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung An welchen Stellschrauben man drehen kann, wie man höhere Preise durchsetzt und wie man das Internet als Werbeplattform sinnvoll nutzt, wie mit all den Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung verbessert wird, erläutert der Dipl. Betriebswirt Christian Harms von „Harms | Pferdeprofis gut beraten“. Arbeit rund um die ...

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Interview mit BAYERNS PFERDE zur Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung

An welchen Stellschrauben man drehen kann, wie man höhere Preise durchsetzt und wie man das Internet als Werbeplattform sinnvoll nutzt, wie mit all den Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung verbessert wird, erläutert der Dipl. Betriebswirt Christian Harms von „Harms | Pferdeprofis gut beraten“.

Arbeit rund um die Uhr, Angst, dass bei einer Preiserhöhung die Kunden weglaufen und ständig höhere Anforderungen. Pensionspferdehalter beschäftigten sich bei einer Tagung des Bayerischen Bauernverbandes im Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching mit Wirtschaftlichkeit und Homepage. BAYERNS PFERDE sprach mit dem Referenten, dem Dipl. Betriebswirt und Pferdemanager Christian Harms.

BAYERNS PFERDE: Oft hört man Pensionspferdehalter jammern, dass sie nicht genug verdienen und sieben Tage in der Woche arbeiten müssen. Ist das wirklich so ein Knochenjob? Kann man nicht durch eine andere Organisation etwas verbessern?

Christian Harms: Einen Pensionspferdebetrieb zu führen, ist definitiv ein besonderer Job. Durch Pferde und Kunden entsteht eine Sieben-Tage-Woche, die, auch wenn Mitarbeiter eingesetzt werden, immer eine solche bleibt. Weil die Pferdehaltung bekanntermaßen viel Handarbeit verursacht, ist es bei Wind und Wetter oft ein Knochenjob, der obendrein nicht immer ausreichend wertgeschätzt wird. Das führt letztlich zu wenig üppigen Betriebsleitergehältern. Schauen Sie sich nur mal an, was in vergleichbaren Positionen, z. B. als Geschäftsstellenleiter, in anderen Branchen verdient wird. In der Organisation und damit der Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung lässt sich aber immer etwas verbessern und somit auch der Arbeitsaufwand reduzieren.

BAYERNS PFERDE: Wo liegen die häufigsten Probleme bei der Organisation?

Harms: Der hohe Personaleinsatz ist ein häufiges Problem. Oft ist das auch nur mittelfristig zu lösen. Wer hier Personal sparen will, muss gegebenenfalls bauliche Veränderungen vornehmen. So erfordert das Reinigen von Paddockflächen per Hand einen wesentlich höheren Arbeitszeitbedarf als das maschinelle Abschieben. Hierfür müssen aber der richtige Untergrund, die passende Maschine und ein bestmöglicher Abtransport der Pferdeäpfel gewährleistet sein.
Aber auch strukturelle Probleme bereiten den Betriebsleitern häufig Kopfschmerzen. Also etwa die Frage, worin am besten investiert wird, um Kunden zufriedenzustellen und den Betrieb fit für die Zukunft zu machen. Werden hier Fehler gemacht, hat das auf die Wirtschaftlichkeit schnell enorm negative Auswirkungen, die auch mit einer vollgepackten Sieben-Tage-Woche nicht wieder in den Griff zu bekommen sind.
Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass auf Pferdebetrieben immer wieder Leistungen kostenfrei erbracht werden, also Füttern von Zusatzfutter, Deckenservice und Betreuung bei Schmied-Terminen ohne Berechnung erfolgen. Vielfach glauben Betriebsleiter, sie können diese nicht in Rechnung stellen, die Einsteller wären nicht bereit dafür zu zahlen. Aber fragen Sie mal in Ihrer Kfz-Werkstatt nach, ob die „eben schnell“ einen Ölwechsel machen können, ohne Berechnung natürlich. Die werden Ihnen was erzählen! Gerade weil die Personalkosten erheblich sind, kann hier die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung nachhaltig beeinflusst werden.

Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung bei Baumaßnahmen optimieren

BAYERNS PFERDE: Sie haben beim Pensionspferdehalterseminar in Herrsching gesagt, dass man eventuell neue Leistungen anbieten soll. Welche neuen Leistungen meinen Sie?

Harms: Ja, stimmt. Dafür müssen aber zuerst Arbeitsprozesse analysiert und optimiert werden. Oft wird vernachlässigt, dass eine intensivere Auslastung die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung deutlich verbessern kann. Das kann durch ein Angebot neuer Leistungen erfolgen, zum Beispiel durch einen neuen Stalltrakt, Beritt oder weitere Dienstleistungen am Pferd. Hierbei sollte sich ein Betriebsleiter zunächst seine Kundenstruktur ansehen, um herauszufinden, welche neuen Leistungen sinnvoll sind. Dafür sind auch Befragungen der Einsteller nützlich, zum Beispiel mit einem Fragebogen. Wichtig ist, dass nicht ungefiltert alle Wünsche erfüllt werden müssen. Stattdessen sollte ein roter Faden für den Betrieb erarbeitet werden. Nur wenn die neuen Leistungen vom Großteil der Einsteller in Anspruch genommen werden, sind Investitionen in diese Richtung rentabel. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass die Leistungen vom Kunden leicht in Auftrag gegeben, vom Mitarbeiter schnell erfasst und vom Betriebsleiter sicher abgerechnet werden können.

BAYERNS PFERDE: Aber wenn ich jetzt schon rund um die Uhr arbeite, kann ich doch nicht auch noch zusätzlich was machen!

Harms: Betriebsleiter zu sein, ist auf jeden Fall ein Full-Time-Job. Allerdings müssen Betriebsgröße, Anzahl der Pferde, Ausstattung und Personaldecke zusammenpassen. Tatsächlich kann es sinnvoll sein, keine weiteren Leistungen anzubieten, wenn die Personaldecke dies nicht zulässt. Genau hier wäre es spannend zu prüfen, ob irgendwo Arbeitsprozesse verbessert werden können und dadurch Arbeitszeit eingespart werden kann, so dass Kapazitäten für Zusatzleistungen frei werden. Somit würde bei gleichen Personalkosten der Umsatz steigen und automatisch die Wirtschaftlichkeit verbessert.

BAYERNS PFERDE: Sie haben in Herrsching auch gesagt, dass man für eine bessere Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung weitere Zielgruppen erschließen kann. Was könnte das sein?

Harms: Pferdebetriebe mit Boxenhaltung können zum Beispiel als Ergänzung eine neue artgerechtere Haltung einführen und so neue Kundensegmente erschließen. Dadurch betreiben bestehende Betriebe ein gesundes Wachstum und bleiben wettbewerbsfähig. Aber auch ohne Investitionen können neue Zielgruppen erschlossen werden. Das gilt zum Beispiel für Reitschulbetriebe, die bisher in den Vormittagsstunden lediglich mit Misten beschäftigt sind. Hier könnten Schulkinder, Hausfrauen oder Rentner die Auslastung steigern. Aber Vorsicht, das muss zum Betriebskonzept passen!

Mit Betriebsberater Christian Harms die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung optimieren

BAYERNS PFERDE: Sie empfehlen also auch, einen Schulbetrieb einzuführen? Aber das kann doch nicht wirtschaftlich sein, wenn ich auch noch Geld für den Kauf von Schulpferden in die Hand nehmen muss. Und wer soll dann überhaupt den Unterricht geben?

Harms: Wenn ein Reitschulbetrieb völlig neu an einen Pensionsbetrieb angegliedert werden soll, sind tatsächlich einige Vorüberlegungen anzustellen. Zunächst muss die Ausstattung der Immobilie dies überhaupt ermöglichen, dazu gehört in jedem Fall eine Reithalle für einen ganzjährigen Betrieb. Außerdem darf der Pensionsbetrieb nicht beeinträchtigt werden, weil hier ansonsten die Angebotsqualität leidet. Dann müssen entweder zwei Reithallen zur Verfügung stehen oder aber die Nutzung durch den Reitschulbetrieb muss zu anderen Zeiten stattfinden. Wieviel Schulpferde angeschafft werden, welcher Reitlehrer welches Angebot an welche Zielgruppe richtet, ist pauschal nicht zu beantworten und muss immer an die Gegebenheiten des bestehenden Betriebes angepasst werden. Sinnvoll ist ein Reitschulbetrieb besonders dann, wenn vorhandene Einrichtungen stärker ausgelastet werden, weil sich damit die Amortisation erheblich verbessert.

BAYERNS PFERDE: Qualität kostet Geld (gute Pferde, gute Ausbilder, Beritt), lohnt sich das wirklich?

Harms: In den meisten Fällen sollte eine mittlere bis hohe Qualität angeboten werden, egal um welchen Betriebszweig es sich dabei handelt. Wirtschaftlich ist das aber natürlich nur, wenn die Kunden entsprechende Preise bezahlen. Ist die Bereitschaft dafür nicht gegeben, ist der hohe (eigene) Anspruch vergebliche Liebesmüh.

BAYERNS PFERDE: Viele Reitstallbetreiber trauen sich aus Angst, ihre Kunden zu verlieren nicht, die Boxenmiete zu erhöhen. Was raten Sie?

Harms: Zunächst müssen Angebotsqualität und Preis zusammenpassen. Auf zu vielen Pferdebetrieben ist das nicht gegeben. Hier wird eine hohe Qualität für einen zu niedrigen Preis verkauft und die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung kann damit nicht erreicht werden. Leichtfertig die Preise für Pferdestellplätze und Dienstleistungen zu erhöhen, ist aber auch keine Lösung. Stattdessen sollte der Selbstkostenpreis, der dem Betriebsleiter beim Angebot einer Leistung entsteht, ehrlich und vollständig ermittelt werden. Auch der Blick auf den umliegenden Wettbewerb ist ein wichtiges Indiz für mögliche Preiserhöhungen. Letztlich spielt aus meiner Sicht die Loyalität der Kunden eine sehr große Rolle. Sind die Einsteller auf dem Betrieb zufrieden, wandern sie auch bei einer Preiserhöhung nur selten ab. Für ein gutes Stallklima gibt es bekanntlich unzählige Stellschrauben.

BAYERNS PFERDE: Und die wären?

Harms: Dazu ist eine gesunde Basis erforderlich, nämlich ein stimmiges Betriebskonzept. Wenn gebrechliche Rentner mit quirligen Schulkindern in einer Reitschule zusammengebracht werden, geht das ohne Verwandtschaftsverhältnisse nur selten gut. Wird also den richtigen Kunden das richtige Angebot klar kommuniziert und in einer gleichbleibenden Qualität erbracht, sind die Voraussetzungen schon ziemlich gut. Dabei spielen die Kundenbedürfnisse eine wesentliche Rolle, die aufgedeckt und befriedigt werden müssen, um ein stimmiges Konzept zu erhalten. Jetzt fehlen nur noch die sozialen Bindungen zwischen den Kunden, die mit Lehrgängen, Ausritten oder ähnlichem schnell geknüpft sind. Ist dagegen in einem gewachsenen Betrieb die Stimmung nicht mehr so gut wie früher, müsste genau untersucht werden, worin die Unzufriedenheit begründet ist. Das wird am besten mit einem externen Berater gemacht, der als Mediator die Unzufriedenheit von Betriebsleiter und Kunden schnell aufdecken und vernünftige Lösungen erarbeiten wird. Solche neuen Impulse führen außerdem oft zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit über Jahre hinaus, weil die berühmte Betriebsblindheit überwunden wird.

Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung mit Werbung verbessern

BAYERNS PFERDE: Muss man als Pensionsstallbetreiber unbedingt eine Homepage haben? Die nimmt doch wieder Arbeitszeit in Anspruch!

Harms: Eigentlich ist eine Homepage ja „nur“ ein Werbemedium und damit nicht unbedingt erforderlich. Allerdings wird heutzutage dermaßen viel im Internet gesucht, gefunden und darüber geredet, dass jeder Pferdebetrieb ohne eigene Homepage eine Menge dieses Potenzials verschwendet. Sie selbst suchen doch auch übers Internet, oder? Überlegen Sie doch mal, was Sie machen, wenn Sie ein italienisches Restaurant in der Stadt suchen. Stellen Sie sich vor, Sie finden zwei Italiener, der eine mit einer alten unattraktiven Seite, die auf Ihrem Handy kaum leserlich dargestellt wird und einen Italiener, mit einer besonders schicken Homepage und tollen Bildern, bei denen direkt der Appetit angeregt wird. Wo reservieren Sie den Tisch? Deswegen ist für die Wirtschaftlichkeit von Pensionspferdehaltung auch die richtige Werbung wichtig: Sie müssen von potenziellen Kunden gefunden werden können! Für viele unserer Kunden übernimmt meine Firma das Erstellen und im Anschluss daran die Pflege der Homepage, so dass diesen Betriebsleitern kaum zusätzliche Arbeit entsteht.

BAYERNS PFERDE: Was sollte man bei der Erstellung und Gestaltung der Homepage berücksichtigen?

Harms: Also für den Italiener wäre erforderlich darauf hinzuweisen wie gemütlich das italienische Ambiente bei ihm ist, wie frisch die Zutaten sind und wie geradezu Urlaubsflair aufkommt, wenn man in dem italienischen Restaurant speist. Gleiches gilt für Pferdebetriebe. Hier sollten sich Betriebsleiter fragen, welche Kunden sie ansprechen und welche konkreten Bedürfnisse sie befriedigen. Reitsportanlagen, die sich an Turnierreiter richten, müssen ganz andere Botschaften vermitteln, als Laufstallbetriebe, die sich an Freizeitreiter richten. Der Besucher der Homepage sollte einen Eindruck davon bekommen, was ihn auf der Anlage erwartet und was das Angebot besonders macht. Voraussetzung für eine gute Homepage sind übersichtliche und klare Strukturen, durchdachte Botschaften und interessante Texte. Auch gute Fotos, die das Ambiente eines Stalles transportieren, sind da sehr wichtig.

BAYERNS PFERDE: Wie aktiv muss ich als Stallbetreiber dann im Internet sein?

Harms (lacht): Pferdebetriebsleiter wissen längst, dass man mit der Arbeit einfach nie fertig ist. Das gilt auch für einen guten Internetauftritt. Die Homepage muss regelmäßig gepflegt werden und kann durch einen aktuellen Blog immer wieder neue Kunden anlocken oder Bestandskunden informieren und somit an den Betrieb binden.
Über die Homepage hinaus werden Soziale Netzwerke immer wichtiger. Denn wenn in den sozialen Netzwerken über einen Pferdebetrieb gesprochen wird, sollte der Betriebsleiter dies mitbekommen: im Guten, wie im Schlechten. Haben Betriebe eine Seite auf Facebook und Co, können Sie hiermit regelrecht Fans ihres Betriebes entwickeln, die über die Maßen loyal sind. Und hier schließt sich der Kreis. Sie erinnern sich bestimmt, dass loyale Kunden Preiserhöhungen viel leichter hinnehmen…

Interview: Andrea Tölle
Harms | Pferdeprofis gut beraten

Erschienen in BAYERNS PFERDE im Februar 2016.
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Homepages für Pferdebetriebe optimieren http://www.harms-info.de/homepages-fuer-pferdebetriebe-optimieren Mon, 21 Dec 2015 17:07:27 +0000 http://www.harms-info.de/?p=3616 Die Homepage eines Pferdebetriebs kann noch so schön, der Reitstall noch so vorbildlich sein – wenn die Homepage des Pferdebetriebs nicht daraufhin optimiert ist, dass sie in den Suchmaschinen gut sichtbar angezeigt wird, ist sie raus aus der Platzierung. Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen, mit denen eine Homepage systematisch in die Medaillenränge, sprich, ...

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Die Homepage eines Pferdebetriebs kann noch so schön, der Reitstall noch so vorbildlich sein – wenn die Homepage des Pferdebetriebs nicht daraufhin optimiert ist, dass sie in den Suchmaschinen gut sichtbar angezeigt wird, ist sie raus aus der Platzierung. Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen, mit denen eine Homepage systematisch in die Medaillenränge, sprich, auf die vorderen Seiten der Suchmaschinen, gebracht werden kann. Und zwar mit überschaubarem Aufwand.

In Teil 1 der Artikelserie zum Onlinemarketing für Pferdebetriebe „Homepage für den Pferdebetrieb“, haben wir uns bereits ausgemalt, was passiert, wenn die Homepage des Pferdebetriebs ganz vorne in den Suchergebnissen von Google oder einer anderen Suchmaschine angezeigt wird. Allerdings wird wie im Turniersport auch im Internet ehrgeizig um diese vorderen Plätze gekämpft. Kaum jemand klickt sich bei Google und Co. durch mehr als zwei bis drei Seiten der Suchergebnisse, wer erst auf Seite 20 auftaucht, hat schlechte Karten. Damit die Homepage möglichst weit vorne angezeigt wird, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, mit denen man die Chancen auf einen Medaillenrang erhöhen kann.

Homepages für Pferdebetriebe optimieren

On-Page-Maßnahmen auf der Homepage

Zu den On-Page-Maßnahmen gehört alles, was man direkt an der Homepage selbst optimieren kann. Der Trick besteht dabei darin, zu wissen, wie Google die riesigen Datenmengen im Netz durchsucht und nach welchen Kriterien die Suchmaschine entscheidet, ob eine Seite relevant und anzeigenswert ist. Ein wichtiges Schlagwort ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Keyword Consistency, die besagt, dass die URL, die Seiten, Überschriften, Bilder und Texte mit passenden Benennungen versehen werden müssen. Dabei gilt es herauszufinden und zu berücksichtigen, nach welchen Schlagwörtern der Wunschkunde vermutlich suchen wird. Ein zweites wichtiges Schlagwort: die Benutzerfreundlichkeit. Unsere Zeiten sind schnelllebig, die Internetbenutzer ungeduldig, daher zählt bei der Ladezeit von Homepages wie im Zeitspringen jede Sekunde. Damit eine Internetseite schnell angezeigt wird, gilt es, die Datenmenge klein zu halten, zum Beispiel indem Dokumente und Bilder komprimiert und geschickt angeordnet werden.

Um Suchmaschinen das Auffinden der Homepage so weit wie möglich zu erleichtern, sind bei der Seitenerstellung noch weitere technische Aspekte zu beachten. So ist es sehr vorteilhaft, wenn die Homepage des Pferdebetriebs „barrierearm“ ist. Das heißt, alle Inhalte können einwandfrei gelesen werden, Html-Codes sind sauber geschrieben und das Layout ist benutzerfreundlich. Haben Sie Verlinkungen zu anderen Texten, Videos oder Bilden gesetzt, dann müssen Sie – ganz nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – regelmäßig überprüfen, dass diese auch zugänglich sind. Nicht zuletzt ist auch die Qualität der eigenen Texte von Bedeutung. Denn gute Inhalte und Texte, also ein guter „Content“, werden mit einer guten Auffindbarkeit belohnt.

Wie gut ist die Homepage Ihres Pferdebetriebes?

  • Struktur der Homepage

    Wie übersichtlich ist die Homepage? Passen ursprüngliche Strukturen und zwischenzeitlich angesammelter Inhalt noch zusammen? Wie aktuell ist der Inhalt?
  • Ladezeiten

    Wie schnell wird die Seite geladen? Sind die Fotos auf der Homepage für das Internet optimiert? Ist der Server, auf dem die Seite gespeichert wird, schnell genug? Gibt es weitere Optimierungsmöglichkeiten?
  • Suchbegriffe

    Wissen Sie genau, mit welchen Suchbegriffen Nutzer über Suchmaschinen Ihre Leistungen suchen? Dies ist Voraussetzung für die Suchmaschinenoptimierung (SEO).
  • Keyword-Optimierung

    Sind die Seiten auf bestimmte Suchbegriffe abgestimmt? Dies auch im Nachhinein noch umsetzbar und verbessert damit die Platzierung in den Suchmaschinen erheblich.
  • Suchmaschinenplatzierung

    Wie gut sind die Platzierungen Ihrer Homepage in den Suchmaschinen? Achten Sie bei der Überprüfung der Platzierungen unbedingt darauf, die Cookies in Ihrem Browser zu löschen, um falsche Ergebnisse zu vermeiden.

Off-Page-Maßnahmen abseits der Homepage

Diese Maßnahmen werden ebenfalls im Internet vorgenommen, allerdings nicht direkt auf der Homepage Ihres Pferdebetriebes. Hier geht es mehr um das „virtuelle Geflecht“, in das man seine Internetseite einbettet. Die Suchmaschinen berücksichtigen, ob und mit welchen anderen Seiten, Inhalten und Themen die Internetseite in Kontakt steht und verlinkt ist. Solche Verbindungen werden als Empfehlung verstanden und wirken sich sehr positiv auf die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen aus. Werbung für PferdebetriebeWichtig ist dabei, dass die Verlinkung von branchenverwandten Homepages erfolgt, also zum Beispiel von Geschäftspartnern im Pferdebereich wie dem Futterlieferanten oder befreundeten anderen Betrieben. Hier kommt das viel gerühmte Networking zum Tragen, das für einen Pferdebetrieb im Internet so wichtig ist wie im echten Leben. Darüber hinaus können Sie Ihren Pferdebetrieb auch in Webkatalogen und Verzeichnissen wie den Gelben Seiten eintragen sowie in Google Places (jetzt in Google My Business zu finden). Selbstverständlich immer unter Angabe Ihrer Internetadresse! Die sozialen Netzwerke, die noch in einem gesonderten Artikel behandelt werden, gehören ebenfalls zum virtuellen Geflecht Ihrer Internetpräsenz. So könnten Sie zum Beispiel eine kurze Meldung auf Ihrer Facebook-Fanseite posten, in der Sie auf weiterführende Informationen auf Ihrer Homepage verweisen.

Werbung für den Pferdebetrieb

Die dritte Möglichkeit, die Homepage des Pferdebetriebs und damit Ihr Angebot möglichst bekannt zu machen, ist, Werbung im Internet zu schalten. Sicherlich haben Sie bereits einmal die Google AdWords gesehen, kurze Anzeigen in einem einheitlichen, vorgegebenen Layout, die bei einer Suchanfrage in Google oben und oben rechts auf dem Bildschirm erscheinen, versehen mit dem Verweis „Anzeige“. Bei den AdWords-Anzeigen können Sie festlegen, neben welchen Suchbegriffen Ihre Anzeige erscheinen soll, etwa Ihr Ort oder Ihre Zielgruppe, Begriffe wie „Reitstall“ oder „Westernreiter“ oder was auch immer zu Ihrem Betrieb passt. Bezahlt wird für die AdWords nach Klicks auf die Anzeige, wobei Sie ein bestimmtes Budget festlegen können. AdWords verhelfen einer Homepage auf Seite 1 der Google-Suche, was sinnvoll sein kann, da die On-Page- und Off-Page-Maßnahmen in der Regel eine bestimmte Zeit benötigen, um zu greifen. Darüber hinaus können auch in den sozialen Netzwerken Anzeigen gekauft werden. So könnten Sie sich zum Beispiel auf Facebook neben einem Forum zum Thema Pferde oder zu einer bestimmten Reitweise platzieren. Auch auf anderen Internetseiten, auf denen sich Ihre Zielgruppen häufig aufhalten, etwa eines Zuchtverbands oder einer Pferdezeitschrift, können Sie eine Anzeige oder Bannerwerbung kaufen. Egal wo Sie im Internet Werbung für den Pferdebetrieb schalten, das Ziel besteht stets darin, den User auf Ihre Homepage zu locken.

Homepages für Pferdebetriebe optimieren

Erfolge kontrollieren

Abgesehen davon, dass Google die genannten Maßnahmen mit einem besseren Ranking Ihrer Homepage belohnt, wird die Homepages Ihres Pferdebetriebs generell leichter gefunden und dauerhaft wahrgenommen, wenn Sie an vielen Orten im World Wide Web auftauchen. Steter Tropfen höhlt den Stein – man erinnert sich schließlich an Sie, und Ihre Marke wird mehr und mehr gestärkt. Um die verschiedenen Maßnahmen erfolgreich anzuwenden, muss man sich allerdings mit den Suchalgorithmen von Google vertraut machen und sich hinsichtlich der Thematik stets auf dem Laufenden halten. Vor allen Dingen gilt es auch, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Bemühungen greifen, die Seite also ein gutes Ranking hat und eine bestimmte Aktion oder Anzeige zu erhöhten Besucherzahlen auf Ihrer Internetseite geführt hat. Gegebenenfalls müssen entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Möglichkeiten zur Kontrolle gibt es viele, Statistiktools können sogar so detaillierte Analysen anstellen, dass man erfährt, auf welchem Weg der Leser auf die Homepage des Pferdebetriebs gefunden hat, welche Teile er liest und wo er abbricht und die Seite verlässt. Diese Kontrollmaßnahmen, die Seitenoptimierung und die regelmäßige Pflege der gesamten Internetpräsenz für Pferdebetriebe gehören allesamt zum Portfolio, das die Betriebsberatung Harms ihren Kunden anbietet.

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Unterkunft für Flüchtlinge auf Reiterhöfen http://www.harms-info.de/unterkunft-fuer-fluechtlinge-auf-reiterhoefen Tue, 10 Nov 2015 08:02:36 +0000 http://www.harms-info.de/?p=3553 In Zeiten des nicht abreißenden Zustroms an Flüchtlingen wird soziales Engagement immer wichtiger. Die kalte Jahreszeit hat bereits begonnen und die Unterbringung von Flüchtlingen, genauer Asylbewerbern, in winterfesten Unterkünften hat oberste Priorität. Viele wollen helfen und bieten Privatwohnungen oder Zimmer an. Gibt es diese Möglichkeit der Unterkunft auch für Reiterhöfe mit Übernachtungsmöglichkeit? Warum nicht bis ...

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In Zeiten des nicht abreißenden Zustroms an Flüchtlingen wird soziales Engagement immer wichtiger. Die kalte Jahreszeit hat bereits begonnen und die Unterbringung von Flüchtlingen, genauer Asylbewerbern, in winterfesten Unterkünften hat oberste Priorität. Viele wollen helfen und bieten Privatwohnungen oder Zimmer an. Gibt es diese Möglichkeit der Unterkunft auch für Reiterhöfe mit Übernachtungsmöglichkeit? Warum nicht bis zum nächsten Saisonstart die Ferienwohnungen zur Verfügung stellen?

Fragen Sie sich auch, wie Sie helfen können und an wen Sie sich wenden müssen? Welche Anforderungen an die Räumlichkeiten gestellt und welche Leistungen bezahlt werden ? Was für einen Vertrag Sie mit wem abschließen und was Sie dabei beachten müssen?

Ansprechpartner für die Unterkunft von Flüchtlingen
Wenden Sie sich als erstes an Ihre Kommune bzw. Landkreis. Dort können Sie den Bedarf erfragen und Ihr Angebot vortragen. Je nach Situation in Ihrer Region wird man ihr Angebot dankbar annehmen oder zunächst ablehnen. Da der Zustrom an Flüchtlingen und damit auch an Asylbewerbern aber weiter anhalten wird ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Bedarf bestehen könnte, selbst wenn derzeit die Kommune ihre eigenen Kapazitäten noch nicht erschöpft hat. Vor allem Kommunen, die sich um dezentrale Unterbringung bemühen, brauchen kurzfristig Alternativen zu den Massenunterkünften in Zeltlagern, besonders über die Winterzeit. Sollten Sie also zunächst eine Absage erhalten – bleiben Sie dran.

Inhalt und Leistungsumfang
Die Beherbergung von Asylbewerbern einschließlich der Bereitstellung und Reinigung von Bettwäsche ist in der Regel der Hauptinhalt der Leistung. Weiterhin wird die Endreinigung bei Belegwechsel bezahlt. Für die Zwischenreinigung hingegen sind, anders als vielleicht bei ihrem herkömmlichen Übernachtungsangebot, die Bewohner zuständig.

Raumart und Ausstattung der Unterkunft
Bevorzugt werden abgeschlossene Ferienwohnungen oder Ferienhäuser mit Schlafplätzen für mindestens 3 Erwachsene, gerne mit der Möglichkeit zur Aufbettung für Kinder. Erforderlich ist eine komplette Wohnungsausstattung mit Fernseher und Waschmaschine, optional auch als Gemeinschaftswaschmaschine. Ein Außendienstmitarbeiter der zuständigen Behörde für die Unterbringung von Asylbewerbern wird mit Ihnen einen Termin ausmachen und sich die Gegebenheiten vor Ort ansehen. Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftswaschräumen, wie sie oft für Ponyferien genutzt werden, sind für eine mittelfristige Unterbringung wenig geeignet. Im Einzelfall müssen die Außendienstmitarbeiter vor Ort über die Eignung entscheiden.

Soziale Betreuung der Flüchtlinge auf Reiterhöfen
Von Ihnen wird nicht erwartet, dass Sie die soziale Betreuung übernehmen, zumal Ihnen dafür vermutlich die Erfahrung fehlt. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Zusammenarbeit mit geschulten Spezialisten, zum Beispiel mit dem Roten Kreuz vor Ort. Aber auch die Diakonie ist ein wichtiger Ansprechpartner und der Kontakt zu Integrationslotsen, Bürgerinitiativen, Arbeitskreise Flüchtlingshilfe oder die Landesflüchtlingsräte (www.fluechtlingsrat.de). Diese Anlaufstellen führen die Betreuung und Beratung der Flüchtlinge mit viel Erfahrung, Kompetenz und Fingerspitzengefühl durch. Sicherlich freuen sich aber die Bewohner, wenn sich etwas Integration in den Hofalltag realisieren lässt.

Kostenfaktoren für die Unterkunft von Flüchtlingen
Ihr Preisangebot muss sich auf die Tagespauschale auf der Grundlage der vorhandenen Schlafplätze für Erwachsene beziehen. Die Unterbringung von Kleinkindern ist mit der Tagespauschale abgegolten. Alle Preis- bzw. Kostenangaben müssen Endpreise (brutto) sein. Die Kommunen handhaben die Vergütung sehr unterschiedlich, aber tendenziell werden 10€ bis 15€ pro Person und Tag bezahlt. Für eine dreiköpfige Familie mit Kind könnten demnach maximal 1368€ pro Monat vergütet werden. In der Regel werden keine Maklerprovision, keine Bereitstellungskosten und auch keine Planungs- und Umbaukosten übernommen. Es ist jedoch nicht nur der Preis entscheidend, weitere Entscheidungskriterien für die Kommunen sind:

  • gesetzliche Vorgaben zur Unterbringung von Asylbewerbern
  • Möglichkeit zur fußläufigen Versorgung mit Lebensmitteln und wichtigen Bedarfsgegenständen des täglichen Lebens
  • Anbindung an öffentlichen Personennahverkehr
  • Sicherstellung der sozialen Betreuung durch haupt- und ehrenamtliche Kräfte

Vertrag
Sie schließen mit den Kommunen einen zeitlich befristeten Beherbergungsvertrag mit einer ermäßigt zu besteuernde Beherbergungsleistung nach § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG. Beachten Sie dabei, dass auf die Kopfpauschale auch Mehrwertsteuer fällig ist. Kalkulieren Sie realistisch die Nebenkosten und den Energieverbrauch, die sich aus den bisherigen Kosten der Feriengäste ableiten lassen. Rechnen Sie damit, dass auch Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung auf Sie zukommen werden. Schließlich handelt es sich nicht um Feriengäste, die nur kurzzeitig bei Ihnen Urlaub machen. Selbst wenn pfleglich und sorgsam mit Ihrem Besitz umgegangen wird, kann auch was kaputt gehen und verwohnt werden über die Zeit.

Ihr Angebot an das Landratsamt im Überblick:
Wohnfläche und Raumaufteilung
Ausstattung
Verkehrsanbindung
Infrastruktur
Preisvorstellung

Gewinn für beide Seiten
Mit der Aufnahme von Flüchtlingen auf Ihrem Reiterhof geben Sie ihnen ein Stück Privatsphäre zurück, eine Perspektive, dass sich ihre Lebenssituation verbessern wird. Dadurch können sie Deutschland, anders als in den Massenunterkünften, wirklich kennen lernen und sich integrieren. So verschieden wie Kulturen, Religionen, Mentalitäten auch sind. Gemein ist uns der Wunsch nach einem Leben in Frieden und Sicherheit. Ihre Bewohner auf Zeit werden auch Ihr Leben bereichern, weil deren Schicksal und Erlebnisse Sie wieder dankbar werden lassen für das, was Sie haben und schätzen.

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